Finanzierung
Pflegegrade verständlich erklärt
Der Pflegegrad entscheidet über Geld und Leistungen. Die Einstufung richtet sich nicht nach Diagnosen, sondern danach, wie selbstständig jemand im Alltag ist.
Übersicht der fünf Pflegegrade
Pflegegrad 1
12,5 – 27 Punkte
Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
- Sachleistung je Monat
- keine Sachleistung
- Entlastungsleistungen je Monat
- 131 €
Pflegegrad 2
27 – 47,5 Punkte
Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
- Sachleistung je Monat
- 796 €
- Entlastungsleistungen je Monat
- 131 €
Pflegegrad 3
47,5 – 70 Punkte
Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
- Sachleistung je Monat
- 1.497 €
- Entlastungsleistungen je Monat
- 131 €
Pflegegrad 4
70 – 90 Punkte
Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
- Sachleistung je Monat
- 1.859 €
- Entlastungsleistungen je Monat
- 131 €
Pflegegrad 5
90 – 100 Punkte
Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen
- Sachleistung je Monat
- 2.299 €
- Entlastungsleistungen je Monat
- 131 €
Stand der Beträge: 2026. Die Sachleistung rechnen wir direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI steht Ihnen in jedem Pflegegrad zusätzlich zu, auch im Pflegegrad 1.
So kommen Sie zum Pflegegrad
Antrag stellen
Sie beantragen den Pflegegrad formlos bei Ihrer Pflegekasse. Ein Anruf genügt, wir unterstützen Sie dabei.
Begutachtung
Der Medizinische Dienst kommt zu einem Hausbesuch und bewertet die Selbstständigkeit in sechs Lebensbereichen.
Einstufung
Sie erhalten den Bescheid mit der Einstufung in einen der fünf Pflegegrade, rückwirkend zum Antragsmonat.
Leistungen nutzen
Wir richten die Versorgung ein und rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Sie müssen nichts vorstrecken.
Wir begleiten die Begutachtung
Viele Einstufungen fallen zu niedrig aus, weil beim Gutachtertermin ein guter Tag geschildert wird. Wir bereiten Sie vor, führen ein Pflegetagebuch mit Ihnen und sind auf Wunsch beim Termin dabei. Bei einem zu niedrigen Bescheid unterstützen wir beim Widerspruch.
Sprechen Sie mit uns, bevor die Lage dringend wird.
Die meisten Familien rufen uns nach einem Krankenhausaufenthalt an, unter Zeitdruck. Ein Gespräch vorher nimmt den Druck. Es kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
